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„Die Pistole auf die Brust“, „vor vollendete Tatsachen gestellt“, „friss oder stirb“: Eine dieser Redewendungen hat wohl jeder schon einmal gebraucht – und das wahrscheinlich nicht im positiven Sinne. An Entscheidungen nicht beteiligt zu werden und Hintergründe nicht zu kennen, insbesondere wenn wir von den Auswirkungen betroffen sind, gefällt niemandem so recht.

Trotzdem findet sich ein solches Vorgehen oft in Organisationen, insbesondere bei den Führungskräften. Und das ist verständlich, denn: Führung verbinden wir meist mit der Fähigkeit, selbstständig Entscheidungen zu treffen, sich durchzusetzen und zu wissen, was das Beste für das eigene Ressort ist. Wer sich allerdings fragt, wie es gelingen kann, Motivation und Eigeninitiative in Mitarbeiter/-innen zu wecken und aufrechtzuerhalten, dem bietet eine transparente und offene Kommunikationskultur vielversprechende Möglichkeiten.

Menschen wünschen sich von ihrer Führungskraft vor allem, dass sie ein eigenverantwortliches Arbeiten zulässt (vgl. StepStone, 2016). Hierfür braucht es Transparenz als Ausgangsvoraussetzung, damit sich Mitarbeiter/-innen an Entscheidungsprozessen beteiligt fühlen und ihre Ideen und Meinungen als respektiert empfinden.

Darüber hinaus wächst die Motivation, sich in eine Unternehmung einzubringen, mit dem Vertrauen und dem empfundenen Rückhalt, den die Führungskraft bietet. In einer offenen Kommunikationskultur können somit Ideen und Innovationen, aber auch Bedenken und Fehler zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung aller Beteiligten beitragen. Übrigens: Selbstverständlich gehört es auch auf Seiten der Führungskraft dazu, eigene Unsicherheiten und Fehler offen zu kommunizieren.

Transparente Kommunikation bedeutet: Frühzeitige Offenlegung von Vorhaben, Beteiligung der Mitarbeiter/-innen an der Entscheidungsfindung, offener Umgang mit Bedenken, Fehlern und Potenzialen sowie regelmäßiges, strukturiertes Geben, Empfangen und Umsetzen (!) von Feedback. Wer sich aufmacht, diesen Weg zu beschreiten, kommt dem Ziel von Motivation, Engagement und Innovation ein großes Stück näher.

 

  Runge 2019 WEB

 

   


Verfasser und Trainer: Robert Runge

 

 

Quelle:
StepStone (2016). Trendstudie 2016. Jobs nach Maß. Was Fachkräfte wollen.

https://www.stepstone.de/content/de/de/5/projects/trendstudie/resc/stepstone_trendstudie2016.pdf

 

 

 

Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Artikel gelegentlich nur die männliche oder weibliche Form verwendet. Weibliche und männliche Personen sind damit gleichermaßen gemeint.

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