Recruiting im öD: Update 2024

Was tut sich im neuen Jahr im Recruiting und HR-Management, besonders im öffentlichen Dienst? Wo geht die Reise hin − gibt es Besserung, wichtige Trends oder neue Tools?

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Wenn man den Prognosen auf dem Arbeitgebermarkt glaubt, sieht es für den öffentlichen Sektor düster aus. Laut der neuesten Studie dbb Monitor öffentlicher Dienst 2024 fehlen im öffentlichen Dienst aktuell ca. 550.000 Beschäftigte − Tendenz steigend durch die demografische Entwicklung. Auch eine aktuelle OECD-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass der deutsche Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nicht attraktiv genug ist, vor allem wegen bürokratischer Hürden.

Personaler*innen und Führungskräfte aus dem öffentlichen Dienst sehen sich aufgrund ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen und fehlender Ressourcen besonders bei zwei Zielgruppen massiv im Hintertreffen im sogenannten „War of Talents“: bei den hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften bestimmter Berufsgruppen und den „Young Talents“ aus der Generation Z. Auch im Azubi-Recruiting besteht dringender Handlungsbedarf. Obwohl Auszubildende Interesse an Ausbildungswegen im öffentlichen Dienst haben, fühlen sie sich von der "Arbeitgebermarke ÖD", und besonders von der Gestaltung der Karriereseiten öffentlicher Arbeitgeber, nur bedingt angesprochen und abgeholt (vgl. z. B. Azubi-Recruiting Trends 2023).

Genau hier muss modernes Recruiting ansetzen. Erfahrene und qualifizierte Fachkräfte gewinnt man mit anderen Strategien und Tools als die Generation Z. Die wichtigsten Eintrittsportale für alle interessierte Bewerbende sind die Verlinkungen durch Jobbörsen mit den Karriereseiten von Arbeitgebern (und nicht der Text der Stellenausschreibung!). Auf der Karriereseite eines Arbeitgebers entscheidet sich dann, ob Stellensuchende neugierig stöbern, länger verweilen, sich umschauen und andocken – oder bereits nach wenigen Klicks wieder gehen.

In den letzten Jahren ist im Recruiting viel passiert, auch im öffentlichen Dienst. Bringen Sie sich auf den neuesten Stand und holen Sie sich viele praktische Tipps und umsetzbare Ideen für Ihre internen Recruiting-Prozesse. Professionelles Recruiting startet mit Ihrem Auftritt als Arbeitgeber (Ihre Visitenkarte), vertieft sich beim ersten „Date“ (Vorstellungsgespräch) und entscheidet sich beim Pre- und Onboarding. Deshalb fokussiert unsere Bausteinreihe „Das 1x1 Recruiting im öD“ (Start: 27.02.24) genau auf diese Phasen, damit aus einem Erstkontakt im Idealfall ein echtes „Match“ wird.

Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!

P. S.: Und hier noch ein kurzer Überblick über aktuelle Recruiting-Studien 2023-2024.

Kress

Dr. Susanne Kress

Geschäftsführerin PIW

(Artikel erstellt am 05.02.2024)

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