Update E-Learning-Formate

Wissen Sie, was „Nuggets“ oder „MOOCs“ sind? Wenn nicht, haben wir hier ein Update über die bunte Welt der wichtigsten neuen E-Learning-Formate.

E Learning Formate

Allen gemeinsam ist, dass digitales Lernen immer bunter, abwechslungsreicher und kurzweiliger wird und Begriffe wie Webinar oder Online-Schulung sind schon fast out. Beliebter sind mittlerweile sogenannte Micro-Learning-Formate, die komplexe Lernstoffe in kurzweilige kleine Häppchen einteilen – zu jeder Zeit an jedem Ort abrufbar.

Schön ist auch – Präsenz-Seminare sind immer noch sehr beliebt und für viele mittlerweile ein richtiger „all inclusive Genuss“. So geht’s mir jedenfalls, wenn alles stimmt – tolles Thema, spannende Begegnungen und witzige Kaffee-Gespräche zwischendurch.

Zugleich erleben wir, dass viele unserer öffentlichen Kunden intern seit den letzten zwei Jahren mit so vielen Baustellen zu kämpfen haben, dass es kaum noch möglich ist, sich 1 bis 2 Tage aus dem Tagesgeschäft rauszuziehen, um an einem Präsenz-Seminar teilzunehmen. Oft sind die eigenen Teams oder Abteilungen unterbesetzt, dem Fachkräftemangel und der hohen Fluktuation geschuldet. Und zugleich fehlt manchmal auch einfach die Energie, sich ganze Tage auf ein komplexes neues Thema einzulassen.

Die meisten öffentlichen Häuser haben unter den hybriden Bedingungen der letzten zwei Jahre versucht, fachlich am Ball zu bleiben. Und so wurden die Möglichkeiten im Fortbildungsbereich genutzt, die umsetzbar waren, meist in den klassischen Lern-Formaten, die einfach in Online-Schulungen umgewandelt wurden. Priorität hatten vor allem Fachschulungen, z. B. im Bereich Arbeitsrecht, Eingruppierung und Recruiting. Andere Themen wurden – bedingt durch Lockdowns oder Hygienevorschriften – vernachlässigt oder ausgesetzt.

Parallel sind eine Reihe von Studien und Untersuchungen im HR-Management durchgeführt worden, wo Deutschland aktuell im Bereich Personalentwicklung, Fortbildung und Recruiting steht.

(Hier exemplarisch die Studie von StepStone und Kienbaum zum Thema „Future Skills“: StepStone Future Skills: Auf diese Fähigkeiten kommt es an. Jetzt reinklicken!)

Die wichtigsten Handlungsfelder und Schlagwörter auf einen Blick:

HR Management

Egal, welches Schlagwort man aus dieser Sammlung aufgreift – in der Essenz geht es immer darum, dass „Future Learning“ anders gestaltet werden muss als bisher. In der Praxis heißt das für den öffentlichen Dienst als wichtigsten ersten Schritt, die aktuellen Personalentwicklungskonzepte und PE-Instrumente zu checken und Stück für Stück an den zukünftigen Bedarf anzupassen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Analyse des Skills-Gap und Identifizierung wichtiger Future Skills im eigenen Haus
  • mehr Vielfallt an Lernformaten anbieten (Ausbau des Blended Learning, besonders durch Kurzformate)
  • Vernetzung der vorhandenen PE-Tools und Lernformate zu einem Corporate Learning-Konzept
  • Ausbau des internen Talentmanagements (besonders aufgrund des hohen Fachkräftemangels)

Wichtig ist auch, die Führungskräfte und Gremien im eigenen Haus ins Boot zu holen und für diesen wichtigen Transformationsprozess zu gewinnen, denn schon jetzt ist in vielen öffentlichen Häusern das Wissensmanagement aufgrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels stark gefährdet.

Als Beraterin und Trainerin erlebe ich in den letzten Monaten bei vielen meiner langjährigen öffentlichen Kunden viel Sorge und auch Frust, wie man das alles schaffen soll bei der aktuellen Situation – viele Stellen können trotz großer Anstrengung und modernem E-Recruiting nicht besetzt werden, ein Teil der Führungskräfte ist nur schwer für neue Ansätze zu gewinnen und auch in den Gremien gibt es nicht nur Zuspruch für Themen wie Talentmanagement & Co. Also – was tun?

Aus meiner Erfahrung führt es in vielen Häusern nicht zum Erfolg, wenn der PE-Bereich zu lange auf der oft zu abstrakten Konzept-Ebene bleibt. Besser funktioniert: Mit praktischen kleinen Beispielen starten, gezielt einzelne Führungskräfte für erste Pilotprojekte gewinnen und loslegen! Für Change-Prozesse kann man selten alle im Haus gewinnen, aber man kann neue Best-Practice- oder Next-Practice-Beispiele durch Pilotprojekte schaffen, die attraktiv, unaufwändig und von hohem Nutzen für die Betroffenen sind.

Inhouse Specials

Im Moment ist es wichtig, nicht nur auf dem Arbeitsmarkt nach neuen Mitarbeitenden zu suchen, sondern langjährige interne Fachkräfte und Führungskräfte zu binden und zu unterstützen, damit sie bleiben. Das lässt sich vor allem dadurch erreichen, indem gezielt interne Mitarbeitende gefördert und entwickelt werden. Die sogenannten „Leistungsträger“ fühlen sich zunehmend allein gelassen mit den vielen Baustellen und sind erschöpft. Deshalb kommt es in letzter Zeit immer öfter dazu, dass langjährige hoch loyale Mitarbeitende oder Führungskräfte gehen.

Auch wir als externe Trainer*innen denken immer wieder neu darüber nach, welche Unterstützung und alternative Lernformate wir anbieten können, um interne Teams und Kolleg*innen zusammen mit ihrer Führungskraft zu stärken, inspirierende Auszeiten zu bieten und zugleich wichtige „Future Skills“ zu vermitteln. Denn zu den Top 10 der Future Skills zählen nicht nur digitale Kommunikation und virtuelles Arbeiten, sondern ebenso Basis-Soft Skills wie lebenslanges Lernen, interpersonale Zusammenarbeit und Problemlösungskompetenz (vgl. Kienbaum-StepStone-Studie_2021_WEB.pdf).

Deshalb haben wir das Kurz-Format PIW Specials“ speziell für Inhouse-Teams entwickelt – knackige LIVE Online-Formate, die besonders auf wichtige Future Skills fokussieren, klassische Soft Skills-Themen updaten, neue Impulse geben und in Teams das Bewusstsein für mehr Zusammenhalt und Veränderungskompetenz initiieren.

Sprechen Sie uns einfach an, wenn Ihr Wunschthema nicht dabei ist oder Sie gerne andere Schwerpunkte oder Kombis hätten. Gerne konzipieren wir für Sie Ihr ganz eigenes „Special“ in dem Format, das für Sie am besten passt!

Kress 4c Rund

Dr. Susanne Kress 
Geschäftsführerin PIW
Personalberaterin & Organisationsentwicklerin

 

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Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Artikel gelegentlich nur die männliche oder weibliche Form verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter (m/w/d).

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